Vielen Menschen macht die Hitze im Sommer einiges zu schaffen. Dennoch möchten sie nicht auf ihr tägliches Sportprogramm verzichten. Ganz weit oben steht dabei jeden Tag joggen. Doch ist es gut bei hohen Temperaturen jeden Tag joggen zu gehen? Oder sollte man es lieber komplett bleiben lassen?

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Joggen – die ideale Sportart

Joggen ist eine sehr gute Sportart, die den Körper richtig in Schwung bringt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass im richtigen Tempo gejoggt wird. Gerade bei hohen Temperaturen sollte es lieber langsam angegangen werden. Damit die Gelenke nicht zu viel belastet werden, sollte abseits der Wege gejoggt werden. Am besten auf weichen Waldboden oder Feldwegen.

Damit das jeden Tag joggen nicht zur Qual wird, sollte ein wenig auf seinen Körper gehört werden. Dieser signalisiert schon, wenn es zu viel Anstrengung ist. Bei intensivem Training bei 25 Grad werden hohe Anforderungen an den Körper gestellt. Ab 30 Grad ist dies schon Ausdauersport auf hohem Niveau und sollte deswegen nur um Schatten und mit ausreichend Wasser betrieben werden. Sind die Temperaturen noch höher, sollte auf das Sportprogramm komplett verzichtet werden.

Natürlich muss nicht immer zur gleichen Zeit immer gejoggt werden. Beim jeden Tag joggen kann gut variiert werden und das Trainingsprogramm sollte am besten in die Abendstunden oder frühen Morgenstunden verlegt werden. Hier sind die Temperaturen abgekühlt und es ist wesentlich angenehmer zu laufen. Hat man keine Zeit dafür, dann ist die richtige Kleidung wichtig. Kurze Shorts und ärmellose Funktion-Shirts sind die perfekten Trainingspartner. Ebenfalls sollten sie leicht, luftig und hell sein. Atmungsaktive Schuhe und dünne Socken dürfen auch nicht fehlen.

Das Drumherum muss stimmen

Sicherlich ist es auch wichtig was vor und nach dem Sport unternommen wird, damit es nicht zu Kreislaufproblemen kommt. Schon vor der täglichen Joggingeinheit sollte ausreichend getrunken werden. Auch während des Laufens ist Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Am besten ist Mineralwasser oder Apfelschorle. Die Ernährung spielt eine weitere wichtige Rolle. Es sollte vitamin- und mineralreiche Kost gegessen werden, damit bei hohen Temperaturen der Körper nicht schlapp macht. Am besten viel frisches Obst und Gemüse essen.

Das Joggen ist eine der effektivsten Sportarten zum Abnehmen. Das liegt vor allem daran, dass das Laufen unsere Bein- und Hüftmuskeln sehr stark beansprucht und bei der richtigen Armbewegung auch die Muskeln im Oberkörper fordert. Unsere Muskeln benötigen Energie, um Anzuspannen und wieder zu Entspannen. Diese Beziehen sie aus den Kalorien unserer Nahrung und unserer Speicher in Muskeln, Leber und Fettgewebe.
Eine Stunde Laufen verbrennt um die 540 Kalorien, je nach Ausführung und körperlichen Voraussetzungen können es auch mehr oder weniger sein. Unser täglicher Energiebedarf ohne Sport liegt bei um die 2000 Kalorien, für Frauen etwas weniger, für Männer etwas mehr. Der tägliche Bedarf hängt von vielen Faktoren ab und ist ganz individuell. Wer eine Arbeitsstelle mit körperlicher Tätigkeit hat verbraucht sicherlich mehr als jemand, der im Büro sitzt. Nehmen wir täglich etwa die Kalorien zu uns, die wir auch verbrauchen, nehmen wir weder zu noch ab. Wer abnehmen möchte sollte also darauf achten, mehr zu verbrauchen als er isst. Der Kalorienverbrauch beim Joggen kann also dafür sorgen, dass eben dies erreicht wird. Eine kleine Rechnung macht das deutlich:
Die Kalorien, die durch die Nahrung aufgenommen werden, seien 2000. Ebenso der Verbrauch pro Tag. Eine Stunde Joggen mit dem Kalorienverbrauch von 540 Kalorien sorgen also für ein Defizit an Energie, das der Körper aus den Reserven bezieht. Ein Gramm Fett hat 9 Kalorien. Eine Stunde Joggen verbrennt also etwa 60g Fett. Würde man jeden Tag Joggen, dann käme man nach zwei Wochen fast auf ein Kilo Fett. Es ist aber zu bedenken, dass der Körper nicht nur Fett verbrennt, sondern auch die anderen Nährstoffe. Zudem werden sich wohl die wenigsten jeden Tag zum Laufen zwingen, und auch nicht von Anfang an eine ganz Stunde lang. Da kling das Ergebnis schon sehr ernüchternd, ist es aber nicht. Wer gleichzeitig zum Sport nämlich auch noch die Kalorienaufnahme senkt, dessen Defizit ist größer und mehr Fett aus den Postern wird verbraucht. Außerdem werden durch das Training die Muskeln aufgebaut, die auch im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennen.
Fazit: Wer regelmäßig Joggen geht und dabei noch seine Ernährung umstellt, der kann dauerhaft und schnell abnehmen.

Langsam lässt sich bei uns der Frühling wieder blicken und für viele Jogger beginnt wieder die Saison. Doch der April mach ja bekanntlich was er will, auch Minustemperaturen und Schneefall sind da noch möglich. Viele schrecken vor dem Joggen im Winter zurück, weil sie die kalten Temperaturen, die Dunkelheit und Nässe lieber meiden. Das ist sehr gut verständlich, immerhin soll der Sport ja auch Spaß machen und die Gesundheit fördern statt zur Erkältung führen. Einige können aber auch in der kalten Jahreszeit nicht davon lassen, und auch das mit gutem Grund. Ein kontinuierliches Aufrechterhalten der Fitness und Kondition ist deutlich leichter als das Training im Winter abzubrechen und im Frühjahr wieder aufzunehmen. Außerdem hält das Joggen im Winter den Kreislauf auf Trab und vermeidet die bekannte Winterdepression. Der Kalorienverbrauch beim Joggen ist bei Kälte zudem größer, denn das Aufwärmen der Muskulatur bedarf viel Energie. Wer bei kaltem und nassem Wetter Laufen geht sollte allerdings einige Dinge beherzigen:

- Die Kleidung sollte der Temperatur angepasst sein, besonders bei Temperaturen unter 10°C. Ansonsten werden die Muskeln nicht richtig warm und es kommt zu Muskelverletzungen. Bei Schnee oder Regen verhindert Wasserabweisende Kleidung ein Durchnässen.
- Das Gesicht muss ebenfalls vor der Kälte geschützt werden. Der Wind lässt die Augen tränen, dagegen hilft eine Sonnenbrille. Ein Schal über Nase und Mund wärmt die Luft vor und verhindert, dass die kalte Luft zu Erkältungen und Halsschmerzen führt.
- Unbedingt eine Kopfbedeckung tragen, die auch die Ohren schützt (mindestens ein Stirnband).
- Bei Dunkelheit beleuchtete Strecken ablaufen und befahrene Straßen bestmöglich meiden. Eine Stirnlampe und Reflektoren an der Kleidung sorgen für mehr Sicherheit.
- Bei starkem Wind und Glatteis sollte das Training besser ausfallen, sonst ist es mehr gefährlich als gesundheitsfördernd. Auch bei zu niedrigen Temperaturen (unter 15°C) sollte selbst von trainierten Läufern nur unter Anleitung trainiert werden.

Für gut trainierte Läufer, die regelmäßig oder sogar jeden Tag Joggen, ist das Laufen bei Kälte in der Regel kein Problem. Untrainierte Jogger und Anfänger hingegen sollten das Joggen im Winter nur bei milden Temperaturen antreten, um ihre Muskeln nicht zu stark zu belasten. Wer trotzdem Laufen möchte, der sollte entsprechende Vorkehrungen treffen und sich eventuell mit seinem Arzt kurzschließen. Notfalls muss eben aufs Laufband umgestiegen werden.

Das Joggen ist ein beliebter Sport für vielerlei Zwecke. Die einen nutzen es als Sportart zum Abnehmen, andere um sich fit zu halten oder die Kondition und Muskeln und steigern und wieder andere wollen einfach den Alltag hinter sich lassen und Stress abbauen.
So können einige von Laufen gar nicht genug bekommen und fangen an, jeden Tag zu Joggen. Aber ist das wirklich noch eine gesunde Sportart oder schadet man dem Körper damit sogar?
Eines ist klar, unser Körper braucht Bewegung und kann davon eine ganze Menge vertragen. Unsere Vorfahren legten um die 30km am Tag zurück, und auch wenn man die Kinder den ganzen Tag Toben und Laufen sieht wird der Bewegungsdrang in uns deutlich.
Das normale Aufbautraining von Muskeln und Ausdauer sieht es vor, alle zwei bis drei Tage zu trainieren. Damit hat der Körper zwischen den Belastungsphasen Zeit, sich zu erholen und sich an die neuen Anforderungen anzupassen. Ein Zeichen dafür ist der Muskelkater, der die Risse von ganz kleinen Muskelfasern anzeigt. Diese sollten erst wieder weitestgehend ausheilen, bis sie wieder starker Belastung ausgesetzt sind. Für den Anfang ist es daher nicht empfehlenswert, jeden Tag zu Joggen.
Die Erholung wird mit intensiverem Training zunehmend wichtiger. Schnelles und hartes Laufen belastet die Gelenke und Bänder sehr stark, langsames und weicheres Laufen hingegen weniger. Entsprechend ist für trainierte Jogger, die nicht so lange und intensiv Trainieren, jeden Tag Joggen wenig bedenklich. Anderenfalls kann das intensive tägliche Training dauerhaft zu Verletzungen und Übertraining führen.
Bei manch anderen gesunden Sportarten ist das tägliche Training durchaus bedenkenlos machbar.